Hamburg

Triebwerk für A320neo macht erneut Probleme

Hamburg. Ein Verkaufsschlager bereitet Airbus wieder Schwierigkeiten. Beim Mittelstreckenflugzeug A320neo soll es neue Probleme mit den Triebwerken von Pratt & Whitney geben. Von fünf an Spirit ausgelieferten Maschinen setzt die US-Billigflugline laut Branchenportal Aero derzeit mindestens drei nicht ein. Dem Bericht nach soll es Warnanzeigen über Metallspäne im Ölkreislauf des Triebwerkes geben. Auch die indische Billigfluglinie Indigo habe ähnliche Probleme und lasse ihre Piloten demnach auf maximal 30.000 Fuß (9144 Meter) fliegen – obwohl das den Treibstoffbedarf und damit die Kosten nach oben treibt.

Den ersten A320neo sollte ursprünglich Qatar Airways Ende 2015 erhalten. Wegen Kühlungsproblemen weigerte sich die Airline aber und verzichtet bis jetzt komplett auf den Jet. Nach mehreren Verzögerungen sprang Anfang 2016 die Lufthansa als Erstabnehmer ein. Im vergangenen Jahr lieferte Airbus 68 Maschinen mit den etwa 15 Prozent sparenden Triebwerken und nach oben gebogenen Flügelspitzen aus, bis Ende März stieg die Zahl auf insgesamt 94 Jets. Etwa die Hälfte der Maschinen wird auf Finkenwerder endmontiert.

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