Hamburg

Metropolregionen schaffen Wachstum

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WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) testet Ballungsräume. Hamburg fehlen Exzellenz-Unis

Hamburg. Die sechs großen Metropolregionen in Deutschland haben sich in den vergangenen Jahres wirtschaftlich gut entwickelt. Sie sind die Motoren von Wachstum und Innovation, jedoch recht unterschiedlich und haben jeweils Stärken und Schwächen. Das ist das Ergebnis einer jetzt veröffentlichten Studie der Forscher Hendrik Hüning und Jan Wedemeier vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI).

Die Metropolregion Hamburg hat demnach relativ die wenigsten Studenten und keine Exzellenz-Universitäten oder Graduiertenschulen. Dafür verzeichnet die Metropolregion im Norden den höchsten Anteil von Beschäftigten in wissenschaftlich-technischen Berufen, nämlich 55 Prozent. Das führen die Forscher auf Spezialisierung zurück, zum Beispiel im Flugzeugbau. In Stuttgart und München dagegen arbeiten mehr Arbeitnehmer an Forschung und Entwicklung.

Nach Ansicht der Forscher weisen vor allen die Süd-Metropolen München und Stuttgart im statistischen Vergleich eine gute Verfassung auf. „Hamburg entwickelt sich in vielen Bereichen dynamisch, kommt aber wie die anderen Metropolregionen von einem niedrigen Niveau“, heißt es in dem Artikel. Um ein genaueres Bild von der Innovationsfähigkeit deutscher Metropolen zu erhalten, sei weitere Forschung notwendig.

München sei hingegen die Metropolregion mit dem größten Bevölkerungswachstum und der leistungsfähigsten Wirtschaft. Die mit Abstand größte Metropolregion ist Rhein/Ruhr mit 11,5 Millionen Einwohnern. Darauf folgen Berlin/Brandenburg (5,9 Millionen), München (5,7 Millionen) und Frankfurt/Rhein-Main mit 5,6 Millionen Einwohnern. Die Metropolregionen Stuttgart (5,3 Millionen) und Hamburg (5,1 Millionen Einwohner) sind die Schlusslichter bei der Bevölkerungsstärke. Insgesamt wohnten 2014 rund 48 Prozent der deutschen Bevölkerung in einer der großen Metropolregionen. Dazu kommen fünf kleinere.

Immerhin hat die Stadt Hamburg gute Chancen für die Zukunft. Das besagt eine andere Studie, die das HWWI im Auftrag der Berenberg Bank vor einem Jahr erstellte: Bei der Bevölkerungsentwicklung werden der Stadt mit einem Wachstum von mehr als fünf Prozent bessere Chancen eingeräumt als den anderen drei Millionenstädten Berlin, München und Köln. Noch wichtiger für die weitere wirtschaftliche Entwicklung ist der Anteil der unter 20-Jährigen, die um knapp vier Prozent zunehmen werden, denn von dieser Gruppe wird vor allem die weitere Geburtenentwicklung bestimmt. Die Experten rechnen mit einer Zunahme der Erwerbstätigkeit um 1,5 Prozent.

( dpa/mk )

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