Hamburg

Tengelmann wird aufgeteilt – Verträge unterschrieben

Hamburg. Erleichterung nach langem Ringen: Mit der Unterzeichnung der Verträge zur Aufteilung der Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann haben die Handelsunternehmen Edeka und Rewe am Donnerstag den vorläufigen Schlussstrich unter das Übernahme-Drama gesetzt. Das bestätigten Sprecher beider Unternehmen. Unmittelbar nach der Vertragsunterzeichnung seien die Unterlagen zur Rücknahme der Beschwerde gegen die Ministererlaubnis beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingereicht worden, hieß es.

Damit sei der Weg frei für eine zügige Umsetzung der Ministererlaubnis, teilte Edeka mit. „Wir werden nun alles daransetzen, die Voraussetzzungen für eine möglichst schnelle Eingliederung aller Strandorte in den Edeka-Verbund zu schaffen“, kündigte Edeka-Chef Markus Mosa an. Mit einem Vollzug der Übernahme werde zum Jahreswechsel gerechnet, so ein Sprecher. Für die Kaiser’s-Tengelmann-Beschäftigten bedeutet ein Vollzug der Ministererlaubnis eine fünfjährige Arbeitplatzgarantie.

„Ich bin sehr erleichtert, dass nach den enormen Widerständen der letzten 26 Monate der Weg nunmehr frei ist für die Übergabe von Kaiser’s Tengelmann und weiterer Gesellschaften in neue Hände. Dies ist eine gute Nachricht, denn damit ist für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Zeit des Wartens und der Unsicherheit endlich vorbei“, sagte Tengelmann-Chef Karl-
Erivan Haub laut einer Mitteilung.

Die nun getroffenen Vereinbarungen sehen vor, dass Edeka zunächst die insgesamt noch etwa 400 Kaiser’s-Tengelmann-Filialen komplett übernimmt, dann aber mehr als 60 Geschäfte – vor allem in Berlin – an Rewe weiterreicht. Insgesamt übernimmt Rewe mit den Läden auch 3100 Kaiser’s-Tengelmann-Mitarbeiter.