Hamburg

Neue Initiative will die Handelskammer reformieren

Hamburg.  Eine neue Initiative aus der Hamburger Wirtschaft will den kleinen und mittelgroßen Firmen in der Handelskammer eine stärkere Stimme verleihen und die Kammerarbeit effizienter gestalten. Gründer, Gesellschafter und Geschäftsführer Hamburger Unternehmen haben sich zu der Initiative #UnternehmerFürHamburg zusammengeschlossen, die bei der kommenden Plenarwahl 2017 antreten soll.

Es gehe darum, die Handelskammer "fit für die Zukunft zu machen, um einen spürbaren Nutzen für alle Mitglieder zu leisten – und zwar mit Taten, wo andere noch reden." In den vergangenen Jahren hätten sich die Kammer und Ihre Kritiker viel zu viel mit sich selbst beschäftigt, so Robin Houcken, Vorsitzender des Ausschusses für Medien und Kreativwirtschaft und geschäftsführender Gesellschafter der Interpol Studios Gruppe: "Dabei gibt es eine Reihe von Themen, bei denen deutliches Optimierungspotenzial besteht, das mit einem unternehmerisch agierenden Plenum zügig gehoben werden muss."

So sollen "Veranstaltungen ohne Mehrwert für die Mitglieder" eingestellt und zunehmend papierlose Kommunikationsmedien anstelle von Druckerzeugnissen genutzt werden.

"Außerdem halten wir es für sinnvoll, kleinstgewerbetreibenden, beitragsfreien Unternehmen und gemeinnützigen Gesellschaften die Möglichkeit zu geben, von der Mitgliedschaft befreit zu werden", sagt Christina Jagdmann, Vizepräses der Handelskammer und geschäftsführende Gesellschafterin der wordinc GmbH. Man wolle die Kammer in eine unbürokratische, effiziente, digitale und zukunftsorientierte Organisation verwandeln. Schließlich gehe es darum, die Metropolregion Hamburg zu einer der wirtschaftlich stärksten Regionen Europas zu entwickeln.

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