Wirtschaft

Kurseinbruch für Hapag-Lloyd

Lange hat der Deutsche Aktienindex (DAX) in dieser Woche mit der 10.000-Punkte-Marke gekämpft. Zunächst sprang er darüber. Das sei nach dem Minus der Vorwoche eine technische Korrektur gewesen, sagten Händler. Am Donnerstag kippte die Stimmung, und es ging wieder abwärts. Enttäuschende Bilanzen und die Befürchtung, dass sich Bayer und BASF ein teures Wettbieten für das US-Unternehmen Monsanto liefern könnten, zogen den Leitindex unter die 10.000-Marke. Dort schloss er auch. Auf Wochensicht legte er aber immerhin 0,8 Prozent auf 9953 Punkte zu.

Bei den Hamburger Werten erregten vor allem die Quartalsberichte von zwei Unternehmen aus dem maritimen Sektor das Interesse. Hapag-Lloyd rutschte wieder tief in die roten Zahlen. Die Aktie verlor daraufhin kräftig und lag auf Wochensicht 4,7 Prozent im Minus bei 19,20 Euro. Die Berenberg Bank stuft das Papier dennoch weiterhin als „Kauf“ ein mit Ziel 31 Euro. Für Analyst Stuart Gordon ist die Reederei in einem schwierigen Marktumfeld gut ins Jahr gestartet. Als solide bezeichneten die Experten die Zahlen des Terminalbetreibers HHLA. Die Anteilsscheine kletterten um 4,5 Prozent auf 14,11 Euro. Commerzbank und die Investmentbank Equinet beließen ihre Einschätzung auf „Halten“ und „Neutral“ mit Kursziel jeweils 13 Euro. Tom Tailor büßte gut vier Prozent auf 3,99 Euro ein. Das Bankhaus Warburg sieht den Modekonzern als „Kauf“ mit Ziel neun Euro, weil es weniger schwache Zahlen lieferte als die Konkurrenz.