Hamburg

Warburg Bank baut Geschäft mit Privatkunden über App aus

Hamburg.  Die Hamburger Warburg Bank konnte im vergangenen Jahr ihren Gewinn trotz eines schwierigen Branchenumfelds steigern. Die Bank und ihre Partnerinstitute erreichten ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 29,3 Millionen Euro – ein Plus von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei stieg der Provisionsüberschuss um 9,5 Prozent auf 153,7 Millionen Euro. Der Zinsüberschuss ging derweil von 80,1 auf 76 Millionen Euro zurück. „Angesichts des herausfordernden Umfelds haben wir 2015 ein dieser Zeit angemessenes Ergebnis erzielt. Daher bewerten wir das Geschäftsjahr als Erfolg“, sagte Warburg-Chef Joachim Olearius. Das Absinken des Zinsergebnisses infolge der Niedrigzinsen habe man wenigstens begrenzen können.

Von guten Geschäften berichtet die Bank mit Blick auf ihre vermögenden Privatkunden (private banking). Die Anzahl und das Volumen der betreuten Vermögen sei „erneut ausgebaut“ worden. Die Mehrzahl der Kunden habe sich für die Übertragung der einzelnen Anlageentscheidungen auf die Bank im Rahmen der Vermögensverwaltung entschieden. Wegen der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank habe man dabei verstärkt „Strategien mit höherem Risiko“ gewählt. Beliebt seien Beteiligungen an Wohn- und Gewerbeimmobilien gewesen.

Warburg geht zudem neue Wege bei der Digitalisierung im Privatkundengeschäft. Auf einer neuen App bekommen Kunden eine Gesamtübersicht über das Vermögen auf ihren Konten und in ihren Depots sowie Empfehlungen zu neuen Investments. Um diese digitalen Angebote zu entwickeln, hat Warburg extra die Tochtergesellschaft W&Z FinTech gegründet. „Für Kunden im Private-Banking-Segment werden umfassende digitale Angebote schon in kurzer Zeit selbstverständlich sein“, sagte Olearius.

Ende 2015 hat sich Warburg von einem Großteil der Anteile an der ehemaligen Warburg-Henderson getrennt und diese an die HIH Real Estate GmbH veräußert. Dadurch sank auch die Zahl der Mitarbeiter in der Gruppe von 1296 auf nunmehr 1201.