Lübeck

IG Metall startet heute Warnstreiks in Hamburg

Lübeck.  Auch die dritte Verhandlungsrunde der Tarifverhandlungen für die norddeutsche Metall- und Elektroindustrie hat kein Ergebnis gebracht. Die Vertreter der IG Metall wiesen am Donnerstag in Lübeck ein neues Angebot der Arbeitgeber als unzureichend zurück. Für heute wurden Warnstreiks angekündigt. In Hamburg soll bei Still, Arcelor Mittal, Mercedes und Hydro die Arbeit niedergelegt werden, Kundgebungen sind bei Airbus und Jungheinrich in Norderstedt geplant.

Zuvor hatte der Arbeitgeberverband Nordmetall ein weiteres Angebot vorgelegt. Es sieht rückwirkend zum 1. April eine Entgelterhöhung in zwei Stufen von insgesamt 2,1 Prozent sowie eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent vor bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Die Arbeitgeber seien damit auf die IG Metall zugegangen, um die Verhandlungen voranzubringen, sagte Nordmetall-Präsident Thomas Lambusch. Der Verhandlungsführer der IG Metall, Meinhard Geiken, bezeichnete das Angebot als ungenügend: „Die Beschäftigten lassen sich nicht täuschen. Vom Volumen her hat sich nichts getan.“ Das Angebot liege nach wie vor auf historisch niedrigem Niveau. Lambusch nannte die Blockadehaltung der Gewerkschaft bedauerlich: „Jetzt ist es an der IG Metall, sich auf uns zuzubewegen.“ Die Gewerkschaft fordert für die rund 140.000 Beschäftigten in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Nordwestniedersachsen fünf Prozent mehr Lohn. Nordmetall hatte zunächst 0,9 Prozent plus 0,3 Prozent als Einmalzahlung angeboten.