Asklepios-Konzern behandelt so viele Patienten wie nie

Der Asklepios-Konzern ist im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut gewachsen. Der Umsatz in den 150 medizinischen Einrichtungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Der Konzernjahresüberschuss stieg sogar um 16,5 Prozent auf 176,8 Millionen Euro. Mit 2,3 Millionen behandelten Patienten wurde ein Rekordwert erreicht. Das war ein Plus von 4,5 Prozent.

„Der positive Trend des Vorjahres hat sich auch 2015 fortgesetzt“, sagte Ulrich Wandschneider, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung des As­klepios-Konzerns. Steigende Patienten- und Umsatzzahlen, verbunden mit einem unterproportionalen Anstieg der Kosten, seien wesentliche Gründe für die positive Ergebnisentwicklung.

Asklepios verfüge über ausreichende Mittel für das weitere Wachstum, dabei seien auch weitere Zukäufe geplant, erklärte Finanzchef Hafid Rifi. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte kürzlich aus Branchenkreisen erfahren, dass der Konzern mittelfristig den Konkurrenten Rhön-Klinikum schlucken will. Aktuell sei eine Übernahme zwar zu teuer, doch wenn die Rhön-Aktie unter eine bestimmte Schwelle falle, wolle Asklepios zuschlagen.

Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet Asklepios ein organisches Umsatzwachstum im Bereich von zwei bis 3,5 Prozent sowie eine leichte Steigerung des Gewinns.

Asklepios ist hinter der Freseni­­us- Tochter Helios der zweitgrößte private Klinikbetreiber in Deutschland. In Hamburg entscheidet sich nach Unternehmensangaben jeder zweite Patient für eine Asklepios Klinik. Die Asklepios Kliniken Hamburg GmbH entstand aus dem ehemaligen Landesbetrieb Krankenhäuser (LBK). Von Ende 2004 an verkaufte die Stadt in zwei Schritten 74,9 Prozent ihrer Anteile. Die Übernahme wurde vom damaligen Senat trotz eines gegenteiligen Volksentscheids vollzogen. Die Asklepios Kliniken Hamburg gehört mit rund 13.000 Mitarbeitern zu den größten privaten Arbeitgebern der Stadt.