Flughafen Hamburg

Zehntausende Passagiere von Ver.di-Streik betroffen

Lufthansa-Maschinen am Flughafen Hamburg. Die Kranich-Airline fliegt von Fuhlsbüttel nach Frankfurt und München

Lufthansa-Maschinen am Flughafen Hamburg. Die Kranich-Airline fliegt von Fuhlsbüttel nach Frankfurt und München

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Keine Interkontinentalflüge in München, Zubringer nach Frankfurt fallen zum Teil aus. Hier geht's zum Sonderflugplan der Lufthansa.

Hamburg. Vom Warnstreik der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di an mehreren deutschen Flughäfen werden am Mittwoch nach Angaben der Lufthansa Zehntausende Reisende betroffen sein. Wegen abweichender Ankündigungen zur Streikdauer und den jeweils bestreikten Bereichen würden die Auswirkungen an den verschiedenen Flughäfen unterschiedlich sein, teilte die Fluggesellschaft am Montagabend mit.

So würden in München alle Interkontinentalflüge gestrichen. In Frankfurt werde dagegen der größte Teil der internationalen Flüge abgefertigt werden können. Dagegen müssten hier wie auch in München der Großteil der innerdeutschen Verbindungen als auch zahlreiche Europaflüge annulliert werden. Auch an den Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Dortmund, Hannover-Langenhagen werde es zu Flugstreichungen kommen. Es soll nur rund 90 Flüge von und nach München geben.

Nicht betroffen sei der größte Teil der internationalen Flüge von und nach Frankfurt. Von dort müssten allerdings die meisten innerdeutschen Verbindungen und zahlreiche Europaflüge annulliert werden. Davon dürften auch die Hamburger Verbindungen betroffen sein.

Hier klicken für den Sonderflugplan der Lufthansa

Nach dem Ende des Streiks in Frankfurt sollen ab 15 Uhr die Lufthansa-Flüge wieder normal verkehren.

Der Streik zeige erneut, „dass wir dringend Regeln für Arbeitskämpfe im Luftverkehr benötigen“, sagte Lufthansa-Personalvorstand Bettina Volkens laut Mitteilung. „Wir fordern verbindliche Mediations- oder Schlichtungsverfahren vor Arbeitskämpfen.“ Ver.di hat im Rahmen der Tarifrunde Öffentlicher Dienst zu den Ausständen aufgerufen.

Für innerdeutsche Flüge, die streikbedingt ausfallen, können Passagiere Züge der Deutschen Bahn nutzen. Reisende, die für den 27. April einen Flug mit einer Airline der Lufthansa Group von und nach oder über Frankfurt, München, Düsseldorf, Köln/Bonn, Dortmund und Hannover gebucht haben, können ihr Ticket kostenfrei umbuchen, unabhängig davon, ob ihr Flug von dem Streik betroffen ist.