Energiewende

Windkraftwerke in der Nordsee liefern immer mehr Strom

Offshore-Windkraftanlagen (Archivbild)

Offshore-Windkraftanlagen (Archivbild)

Foto: Stefan Sauer / dpa

Netzbetreiber Tennet: 2015 sechsmal mehr Strom aus Windenergie-Anlagen der Nordsee. Ein stürmischer Tag ragte besonders heraus.

Bayreuth/Hamburg. Die Stromproduktion aus den Windkraftwerken vor der deutschen Küste ist im vergangenen Jahr stark gestiegen. Die Anlagen in der Nordsee lieferten 7,4 Terawattstunden Strom und damit fast das Sechsfache des Vorjahreswertes von 1,25 Terawattstunden, wie der Netzbetreiber Tennet in Bayreuth mitteilte. Das sind 9,6 Prozent des gesamten deutschen Windstroms (77 Terawattstunden). Dazu kommen 0,8 Terawattstunden aus den Windkraftwerken auf der Ostsee, wo das Netz von 50Hertz betrieben wird.

„Im ersten Halbjahr haben wir unsere Kapazitäten zur Anbindung der Nordsee-Windanlagen von 575 auf 4300 Megawatt stark gesteigert“, sagte Lex Hartmann, Mitglied der Tennet-Geschäftsführung. Nun müssten die Erzeugungskapazitäten der Offshore-Windparks nachziehen.

Ende 2015 lagen sie bei rund 3000 Megawatt, also um 1300 Megawatt unterhalb der Übertragungsmöglichkeiten. Tatsächlich wurden am stärksten Windtag - dem 11. November - 2631 Megawatt eingespeist. Im Dezember leisteten die Windparks im Durchschnitt 1733 Megawatt. Zum Vergleich: Ein konventionelles Großkraftwerk liegt bei 800 bis 1200 Megawatt.