Wirtschaft

Überraschung bei der HHLA

Das war keine gute Woche für den Deutschen Aktienindex (DAX). Um bis zu 400 Punkte ging es für das Börsenbarometer in den Keller. Die Unsicherheit wird immer größer auf dem Parkett. Nicht nur, dass die Krisenherde Russland und China weiter schwelen, nun schauen die deutschen Firmen auch mit Sorge Richtung USA. Denn selbst dort schrumpft die Industrieproduktion – und das könnte mittelfristig dazu führen, dass Unternehmen von jenseits des Atlantiks weniger Produkte „made in Germany“ ordern.

Aus Hamburger Sicht waren in der vergangenen Woche vor allem die vorläufigen Zahlen des Terminalbetreibers HHLA von großem Interesse. Der Containerumschlag ging im vergangenen Jahr um 12,3 Prozent zurück. Die Erlöse sanken ebenfalls. Und auch der Gewinn sackte um fast zehn Prozent auf 141 Millionen Euro. Wer nun einen Absturz des Börsenkurses erwartet hatte, wurde eines Besseren belehrt. Die Aktie gewann an dem Tag der Zahlenvorlage mehr als drei Prozent. Die Begründung der Branchenexperten ist relativ simpel: Man hatte von der HHLA noch schlechtere betriebswirtschaftliche Daten erwartet.

Ansonsten konnten sich die meisten der anderen Hamburger Börsenwerte dem allgemeinen Abwärtstrend nicht entziehen. Ob Beiersdorf, Fielmann oder auch Tom Tailor – die Talfahrt war nicht zu vermeiden. Bleibt die Hoffnung auf bessere weltweite Konjunkturdaten. Optimisten sprechen schon wieder von Kaufkursen. Abwarten!