Luftfahrt

Airbus unterstützt Segelcrews beim America’s Cup

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Wolfgang Horch

Flugzeugbauer ist Partner zweier America’s-Cup-Teams

Toulouse/Hamburg.  Zu Lande rollen, starten und landen. In der Luft fliegen. Und neuerdings auch zu Wasser über die Wellen flitzen – und dabei möglichst schneller sein als die Konkurrenz. Airbus weitet sein Engagement im Segelsport aus. Ab sofort ist der europäische Flugzeugbauer Technologiepartner des America’s-Cup-Herausforderers SoftBank Team Japan. „Die Partnerschaft mit Airbus ist großartig“, sagt dessen Chef und Skipper Dean Barker. Wegen des technologischen Fortschritts beim America’s Cup müsse man auf Erfahrungen aus anderen Industrien setzen, um das höchstmögliche Niveau zu erreichen.

Das japanische Segelteam erhofft sich beim Design der Yacht Verbesserungen bei der Aerodynamik, der Entwicklung von Instrumenten und verwendeten Materialien, dem Bau von tragenden Teilen, der Hydraulik sowie der Datenanalyse. „Die Erfahrungen von Airbus sind unbezahlbar“, sagt Barker. Insbesondere weil das Team erst im April 2015 gegründet wurde und schon im Juni 2017 vor den Bermuda-Inseln starten wird. Den America’s Cup gibt es seit 1851, er ist damit die älteste noch heute ausgetragene Segelregatta.

Für Airbus ist es das zweite Engagement bei dem Wettbewerb. Vor einem Jahr kündigte man eine Partnerschaft mit dem Titelverteidiger Oracle Team USA an. Die ersten Tests im Wasser gab es im Februar. Mehr als 20 Airbus-Ingenieure aus verschiedenen Bereichen arbeiten mit den Amerikanern zusammen. Ein Teil des Entwicklungsprozesses erfolgt an den Airbus-Standorten, in Hamburg wurden Strukturtests der Bootsteile unterstützt. Es gebe viele Gemeinsamkeiten zwischen einer Rennyacht und einem Verkehrsflieger, sodass beide Seiten profitieren würden, heißt es. Geld fließe nicht. Alle Ingenieure seien mit überwältigendem Einsatz dabei, sagte Airbus-Chef Fa­brice Brégier vor einiger Zeit: „Die größte Herausforderung könnte sein, sie später wieder dazu zu bringen, Flugzeuge zu entwickeln.“

( woh )

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