Genf

Jeder achte Jugendliche ist weltweit ohne Job

Genf. Nach dem starken Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit während der Finanzkrise hat sich die Lage laut UN-Angaben etwas gebessert. Im weltweiten Durchschnitt pegelte sich die Arbeitslosenrate unter den 15- bis 24-Jährigen zwischen 2012 und 2014 bei 13 Prozent ein, teilte die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) am Donnerstag in Genf mit. Für 2015 wird mit einem nur geringfügigen Anstieg auf 13,1 Prozent gerechnet. Ungeachtet dessen wollen der UN-Sonderorganisation zufolge weiterhin Millionen junger Menschen in der Hoffnung auf Jobs in reichere Länder auswandern.

Die absolute Zahl der arbeitslosen Jugendlichen ging – gemessen am Krisenhöchststand 2009 – bis 2014 um 3,3 Millionen auf 73,3 Millionen zurück. Zugleich konstatiert der ILO-Bericht „Globale Beschäftigungstrends für Jugendliche“ einen langsamen Rückgang des Anteils von Jugendlichen an der Arbeitslosigkeit insgesamt. 2014 seien 36,7 Prozent aller Arbeitslosen zwischen 15 und 24 Jahren ohne Job oder Ausbildung gewesen – gegenüber 41,5 Prozent zehn Jahre zuvor.

Deutschland (6,4 Prozent), Norwegen, die Niederlande, die Schweiz und Island liegen laut Statistik klar unter der Zehn-Prozent-Marke. Besorgniserregend ist hingegen die Jugendarbeitslosigkeit in südeuropäischen Ländern – mit 53,2 Prozent in Spanien sowie 52,4 Prozent in Griechenland – gefolgt von Kroatien (45,5), Italien (42,7) und Portugal (34,8).

( dpa )

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