Berlin

VW-Krise könnte die Bundesliga hart treffen

Berlin. Der Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen könnte auch Folgen für die Fußball-Bundesliga haben: Experten gehen davon aus, dass der Konzern – einer der größten Sponsoren des deutschen Fußballs – seine Ausgaben für das Sportmarketing wegen drohender Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe auf den Prüfstand stellen wird. „Sie werden jetzt danach suchen, Kosten zu drücken – und da wird unvermeidlich der Sport ins Blickfeld rücken“, sagt Simon Chadwick, Professor für Sportmarketing der Coventry University.

Analyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler schätzt, dass VW für das Sportmarketing mindestens einen sehr hohen dreistelligen Millionenbetrag ausgibt, das Gros davon für den Fußball. Dem Konzern gehört nicht nur der VfL Wolfsburg. Die Tochter Audi ist an Bayern München beteiligt. Viele weitere Clubs – vom Aufsteiger FC Ingolstadt über den Hamburger SV und Schalke 04 bis zum Zweitligisten Eintracht Braunschweig – werden unterstützt. „VW unterstützt so viele Clubs wie kein anderes Unternehmen“, sagt Andre Bühler, Direktor des Deutschen Instituts für Sportmarketing. „Wenn es einem Unternehmen nicht gut geht und es in finanzielle Schwierigkeiten gerät, dann stehen Marketing-Ausgaben immer ganz oben auf der Streichliste“, weiß Bühler.