Hamburg

Jungheinrich erwartet höheren Umsatz

Hamburg. Der Hamburger Gabelstaplerbauer Jungheinrich hat trotz rückläufiger Nachfrage in China seine Prognose für das Geschäftsjahr angehoben. Das Unternehmen mit weltweit mehr als 12.500 Mitarbeitern erwartet nun einen Konzernumsatz in einer Spanne zwischen 2,65 und 2,75 Milliarden Euro, bislang lag das Ziel zwischen 2,6 bis 2,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) soll zwischen 195 und 205 Millionen Euro liegen, zuvor hatte der Vorstand zwischen 190 und 200 Millionen Euro prognostiziert.

Grund für die optimistische Einschätzung ist das starke Neugeschäft vor allem in Westeuropa, das dem Industriekonzern im zweiten Quartal zweistellige Wachstumsraten beschert hat. So wuchs das Ergebnis vor und nach Steuern im Vergleich zu den Monaten April bis Juni des Vorjahres jeweils um 21 Prozent. Unter dem Strich verbesserte sich der Gewinn auf 36,6 Millionen Euro (Vorjahreswert 30,2 Millionen Euro). Der Umsatz des im MDAX gelisteten Konzerns legte um 13 Prozent auf 680 Millionen Euro zu.

Hamburger übernehmen Münchner Maschinenbauunternehmen

Das Zwischenergebnis überrascht Analysten und sorgt bei Anlegern für Hochstimmung. Die Aktie stieg um bis zu 2,7 Prozent auf ein Rekordhoch von 68,65 Euro. Jungheinrich will für weiteres Wachstum in diesem Jahr vor allem den Vertrieb weltweit weiter ausbauen und hat dazu ein eigenes Schulungszentrum in Norderstedt errichtet. Für rund 7,5 Millionen Euro entstanden hier auf 8000 Quadratmetern Klassenzimmer für den theoretischen sowie eine zwölf Meter hohe Halle für den praktischen Unterricht an den Geräten, die das Unternehmen weltweit verkauft. Neben dem Absatz von Gabelstaplern setzt das Management auf das wachsende Geschäft für Lagerlogistik und bietet in dieser Sparte komplette Systeme an.

Zur Stärkung dieses Bereichs haben die Hamburger nun die MIAS Gruppe aus München übernommen. Das Maschinenbauunternehmen ist in der Lager- und Transporttechnik aktiv und setzte 2014 mit über 300 Mitarbeitern rund 40 Millionen Euro um.

Jungheinrich will den Abstand zur Weltspitze der Branche verringern. Nach der Übernahme der japanischen UniCarriers durch Mitsubishi ist Jungheinrich von Branchenplatz drei auf vier abgerutscht. Marktführer ist Toyota, gefolgt von Kion.