Nürnberg

Jedes zweite Unternehmen bildet Mitarbeiter weiter

Nürnberg. Die Weiterbildung in deutschen Betrieben ist im ersten Halbjahr 2014 auf einen neuen Höchststand geklettert. In dem Zeitraum hätten 54 Prozent aller Unternehmen in das Know-how ihrer Mitarbeiter investiert, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) unter Berufung auf eine Umfrage unter 16.000 Betrieben. Im Jahr davor waren es 52 Prozent, im Krisenjahr 2010 sogar nur 44 Prozent der Betriebe gewesen. „Das Weiterbildungsengagement deutscher Firmen ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen, insbesondere weil die kleinen und mittelgroßen Betriebe sich stärker für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter eingesetzt haben“, heißt es in der Studie.

Trotzdem hänge es weiterhin von der Betriebsgröße ab, ob sie Mitarbeiter für Fortbildungen freistellten oder die Kosten für Kurse teilweise oder ganz übernähmen, berichten die Autoren der Studie, Simon Janssen und Ute Leber. So böten nur 44 Prozent der Firmen mit bis zu neun Mitarbeitern Fortbildungen an.

Dagegen seien bei größeren Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten firmeninterne Schulungen obligatorisch: Von ihnen böten 97 Prozent Fortbildungen an. Vergleichsweise selten profitierten Beschäftigte von Fortbildungen, die einfache Arbeiten verrichteten. Von ihnen hätten im ersten Halbjahr 2014 nur 16 Prozent an entsprechenden Kursen teilgenommen. Von Beschäftigten mit Hochschulabschluss seien hingegen 41 Prozent gezielt auf neue betriebliche Herausforderungen vorbereitet worden.