Wirtschaft

Aufholjagd vorerst beendet

Die rasante Aufholjagd um mehr als 1000 Punkte, die der Deutsche Aktienindex (DAX) Anfang Juli startete, hat in der zurückliegenden Handelswoche ein abruptes Ende gefunden. Zwar trieb die Entspannung in der griechischen Schuldenkrise das Börsenbarometer am Montag noch auf 11.736 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Ende Mai. Doch dann setzten Gewinnmitnahmen ein, zumal in den USA enttäuschende Quartalszahlen von Technologieunternehmen wie IBM, Apple und Microsoft auf dem dortigen Aktienmarkt lasteten. Auch der Kursanstieg des Euro machte der deutschen Börse zu schaffen.

Angesichts der im Vergleich zu festverzinslichen Anlagen noch immer moderaten Bewertung der Aktien erwarten Experten aber für das zweite Halbjahr spürbare Kursanstiege. Ein Argument, das dafür spreche, sei allein schon die Dividendenrendite von rund drei Prozent für den DAX.

Auf Wochensicht gab der Leitindex bis zum späten Freitagnachmittag um 1,9 Prozent nach. Unter den Hamburger Titeln schwächten sich Papiere des Laserspezialisten Rofin Sinar um 4,9 Prozent ab. Anteilsscheine des Einkaufszentreninvestors Deutsche Euroshop verloren um 3,1 Prozent an Wert. Gegen die Tendenz verteuerten sich Aktien des Windkraftanlagenbauers Nordex nach mehreren positiven Analystenberichten um 6,6 Prozent und Papiere des Solar- und Windparkbetreiber Capital Stage, der seine Ergebniserwartung für 2015 anhob, kamen um 2,5 Prozent voran.