Bonn

Onlinehändler leiden unter Streik bei der Post

Bonn. In der Tarifauseinandersetzung bei der Post hält Ver.di den Druck auch in der dritten Streikwoche weiter aufrecht. Am Freitag weitete die Gewerkschaft den Streik noch einmal aus. Bundesweit seien jetzt rund 32.500 Beschäftigte im Ausstand, sagte ein Ver.di-Sprecher in Berlin. Der Bundesverband Onlinehandel beklagte unterdessen zunehmende Probleme der Branche mit dem Dauerstreik. Bereits zwei von drei Händlern hätten bei einer Umfrage des Verbands über Umsatzverluste berichtet, teilte der Bundesverband Onlinehandel mit. Insbesondere Mittelständler würden stark belastet. Die Unternehmen müssten einen enormen Mehraufwand etwa durch den Versand zu höheren Gebühren oder verstärkte Kundenkommunikation verkraften. Die Post müsse mit Kundenverlusten rechnen.

Dem Poststreik angeschlossen hätten sich etwa 500 Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen, vor allem im Raum Köln und im Ruhrgebiet, so Ver.di. Ein Postsprecher bezifferte die Zahl der aktuell Streikenden indes auf 29.560 nach 29.400 am Vortag. Ver.di kündigte auch für diesen Sonnabend eine Fortführung der Streiks auf unvermindertem Niveau an.