Hamburg

Weltgrößte Bank aus China eröffnet Filiale in Hamburg

Hamburg.  Die Industrial and Commerce Bank of China (ICBC) hat eine Filiale in Hamburg eingerichtet. „Wir möchten den Markt in Deutschland erweitern. Hamburg ist das Wirtschaftszentrum Nordeuropas“, sagte Chen Fei, Geschäftsführer der Frankfurter Niederlassung der ICBC, die nach der Bilanzsumme die größte Bank der Welt ist. „Gleichzeitig spielt Hamburg auch eine wichtige Rolle für die chinesische Wirtschaft in Europa. Wir sehen großes Potenzial für Wachstum.“

Die neue Filiale befindet sich am Jungfernstieg 14. Die Bank ist in Deutschland auch in Frankfurt, München, Düsseldorf und Berlin vertreten. Das Institut habe in Deutschland vor allem gewerbliche Kunden sowie kleine und mittlere Unternehmen im Fokus, hatte der ICBC-Vorstandschef Jiang Jian­quing kürzlich zum Expansionskurs in der Bundesrepublik gesagt.

„Die chinesische Währung Renminbi gewinnt immer mehr an internationaler Bedeutung, und gerade die Hamburger Außenhändler zeigen großes Interesse daran, ihre Geschäfte in Renminbi abzuwickeln“, sagte Hans-Jörg Schmidt-Trenz, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer, anlässlich der feierlichen Eröffnungsveranstaltung des neuen ICBC-Standorts, die in Anwesenheit von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) in den Räumen der Kammer stattfand.

Mit mehr als 500 chinesischen Unternehmen in Hamburg sei die Hansestadt das größte China-Zentrum in Europa, so Schmidt-Trenz. Die Handelskammer sei zuversichtlich, dass angesichts der neuen ICBC-Filiale und der bereits seit 1993 bestehenden Filiale der Bank of China bald weitere chinesische Finanzinstitute folgen werden: „Wo Handel ist, da sind auch immer die Banken. Beides gehört untrennbar zusammen.“

Die im Jahr 1984 gegründete und seit 2006 börsennotierte ICBC hat weltweit nach eigenen Angaben mehr als fünf Millionen Firmenkunden und 465 Millionen Privatkunden. Das Institut ist in 41 Staaten vertreten.