Wirtschaft

Griechenland sorgt die Anleger

Die Konsolidierung auf Raten setzt sich fort: In der zurückliegenden Handelswoche hat sich der Deutsche Aktien­index (DAX) noch weiter von der im April bereits erreichten Marke von 12.000 Punkten entfernt. Beherrschendes Thema am Markt war einmal mehr die Griechenland-Krise. Seit Monaten schon verhandeln die Geldgeber mit dem von der Pleite bedrohten Griechenland ergebnislos über Finanzhilfen und Reformen.

Konkret ging es diesmal um eine Kreditrückzahlung Athens an den Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von 300 Millionen Euro, die eigentlich am Freitag fällig geworden wäre. Schließlich gewährte der IWF einen Aufschub bis zum Monatsende. Zudem kletterten die Verbraucherpreise in der Euro-Zone etwas stärker als erwartet, was den Kurs der Gemeinschaftswährung hochtrieb – schlecht für die Exporteure. Experten gehen davon aus, dass sich an der Börse die Berg- und Talfahrt ohne klaren Trend vorerst fortsetzt, auch wenn längerfristig gesehen vieles dafür spreche, dass die Kurse ihre Höchststände vom April wieder erreichen.

Auf Wochensicht gab der DAX bis zum späten Freitagnachmittag um 1,9 Prozent nach. Unter den Hamburger Titeln sackten Anteilsscheine des Industriekameraherstellers Basler um 9,2 Prozent ab. Papiere des Windkraftanlagenbauers Nordex gaben um 3,9 Prozent nach. Gegen die Tendenz verteuerten sich Aktien der Adler Real Estate, die demnächst in den SDAX aufgenommen werden, um 5,4 Prozent.