Wirtschaft

Ampel-Projekt nachbessern!

Die Reederei Hapag-Lloyd will jetzt auch Containerschiffe der größten Klasse mit Stellplätzen für 20.000 Container anschaffen. Und natürlich will die Reederei diese Schiffe auch in den Heimathafen Hamburg fahren lassen, sobald sie gebaut sind. Damit so große Mengen an Containern auf einmal anlanden können und schnell weitertransportiert werden, muss das Hinterland, müssen die Straßen im Hafen maximale Verkehrskapazitäten bieten. Die Hamburg Port Authority hat dazu am Donnerstag einen Vorschlag gemacht, der ein Schritt in die richtige Richtung ist, den Bürger dennoch etwas ratlos zurücklässt.

Die Hafenbehörde hat zusammen mit dem Chip-Hersteller NXP ein intelligentes Ampelsystem aufgebaut, das Lkw und Fußgänger erfasst und den Verkehr bedarfsgerecht steuert. Wenn also ganze Lkw-Kolonnen mit Ladung eines riesigen Hapag-Lloyd-Frachters auf die Kreuzungen zurollen, erkennen die Ampeln das und reagieren von selbst, indem sie beispielsweise eine grüne Welle für die Laster schalten. Das erhöht den Verkehrsfluss.

So weit so gut. Alle schwärmen davon. Doch warum gibt es dann nur ein Testprojekt an einer einzigen Kreuzung, die dazu eher am Hafenrand liegt, wo die größten Lkw-Ströme gar nicht vorbeikommen? Die HPA verspricht, sie werde den Verkehr im ganzen Hafen flüssiger machen. Aber ein Programm, mit dem die Ampeln nach und nach umgerüstet werden, hat sie nicht vorgestellt. Hier muss nachgearbeitet werden.