Stuttgart

Klage gegen hohe Rabatte von Daimler-Tochter „myTaxi“

Stuttgart. Die Taxi-Zentrale in Stuttgart wehrt sich gegen eine laufende Rabattaktion der Daimler-Tochter „myTaxi“. Sie erwirkte beim Stuttgarter Landgericht eine einstweilige Verfügung. „myTaxi“ wirbt bundesweit mit Rabatten von bis zu 50 Prozent für Fahrten, die über die App vermittelt werden. „Das ist wettbewerbswidrig“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Stuttgarter Taxi-Auto-Zentrale Murat Arslan. Die einstweilige Verfügung gelte für Stuttgart, Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt. Die günstigen Tarife sind derzeit auch in Hamburg noch bis zum Sonntag, 17. Mai, nutzbar.

„Laut Personenbeförderungsgesetz dürften die festgelegten Taxitarife weder über- noch unterschritten werden“, sagte Arslan. Die Stuttgarter Taxi-Zentrale hatte sich Ende April auch erfolgreich vor Gericht gegen den Mitfahrdienst UberPop gewehrt. Arslan hofft, dass sich andere Taxi-Zentralen dem Vorstoß anschließen werden. Ein Daimler-Sprecher sagte, „myTaxi“ halte sich an rechtliche Vorgaben und sei dabei, mögliche Optionen und nächste Schritte zu prüfen. Nach derzeitigem Stand seien noch keine weiteren Zen­tralen gegen „myTaxi“ vorgegangen, berichtet der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband (BZP). Der Verband ist aber nach Worten seines Präsidenten Michael Müller dabei, die Aktionen rechtlich prüfen zu lassen.