München

Harald Krüger ist neuer BMW-Vorstandschef

München.  BMW hat den seit Monaten geplanten Generationswechsel an der Konzernspitze vollzogen. Als Nachfolger von Norbert Reithofer übernahm der bisherige Produktionsvorstand Harald Krüger zum Ende der Hauptversammlung am Mittwoch den Chefposten bei dem Autobauer. Reithofer wurde wie erwartet – trotz einiger Kritik von Aktionären – in den Aufsichtsrat gewählt. In einer Sitzung des Gremiums im Anschluss an die Versammlung wurde er anschließend zum Vorsitzenden gewählt und löst damit seinen Vorgänger Joachim Milberg ab.

Krüger muss nun die Führungsrolle von BMW in der Oberklasse verteidigen und Daimler und die VW-Tochter Audi auf Distanz halten. Sein Vorgänger warnte indes zum Abschied vor wirtschaftlichen Turbulenzen. Zwar wolle BMW nach etlichen Rekordjahren 2015 erneut Bestwerte einfahren, es gebe aber viele Risiken. „Unser wirtschaftliches Umfeld ist wenig stabil“, sagte Reithofer. „Solide Planung von heute kann schon morgen Makulatur sein.“ Zwar gebe es angesichts der guten Konjunktur in vielen Ländern viele Chancen – auf der anderen Seite aber auch viel Ungewissheit. So gehe in Brasilien und Russland der Automarkt weiter zurück.

Reithofer lobte den reibungslosen Übergang. „Wir haben den Wechsel an der Spitze frühzeitig vollzogen – geräuschlos.“ Dennoch gebe es viele Herausforderungen.