Krankenhaus-Konzern

Asklepios macht erstmals mehr als drei Milliarden Umsatz

Asklepios-Konzerngeschäftsführer Ulrich Wandschneider (r.) und Michael Ehnert, Leiter des Sportmedizinischen Zentrums

Asklepios-Konzerngeschäftsführer Ulrich Wandschneider (r.) und Michael Ehnert, Leiter des Sportmedizinischen Zentrums

Foto: Bertold Fabricius

Mehr Patienten, mehr Gewinn: Der Hamburger Klinik-Konzern Asklepios wächst weiter und spart bei Kosten für Material und Energie.

Hamburg. Der Krankenhauskonzern Asklepios hat im vergangenen Jahr ein solides Wachstum erzielt. Der Konzernjahresüberschuss sei um 25,4 Prozent auf 151,8 Millionen Euro (Vorjahr 121, Millionen) gestiegen, teilte die Kliniken-Gruppe am Dienstag in Hamburg mit. Der Umsatz kletterte mit 3,020 Milliarden Euro erstmals über die Drei-Milliarden-Marke (+4,2 Prozent). Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um 16,2 Prozent auf 330,4 Millionen Euro zu, nach 284,4 Millionen in 2013. Insbesondere die Materialaufwendungen und der Personalaufwand hätten sich im Vergleich zu den Umsatzerlösen unterproportional erhöht, hieß es. Das aktive Kostenmanagement bei der Beschaffung von Medizinprodukten wie Implantaten und den Energieaufwendungen zeige Wirkung.

In den Asklepios-Kliniken seien bundesweit im vergangenen Jahr etwa 2,2 Millionen Patienten behandelt worden, was ein Plus von 2,6 Prozent bedeutet.

„Dieses Wachstum über dem langjährigen Branchenschnitt zeigt, dass unsere auf Sicherheit und hoher Behandlungsqualität basierende medizinische Versorgung bei unseren Patienten ankommt“, sagte der Vorsitzende der Konzerngeschäftsführung, Ulrich Wandschneider. Das Eigenkapital stieg erstmals über die Milliardenschwelle, die Eigenkapitalquote auf 35 Prozent. „Der Asklepios-Konzern ist wirtschaftlich kerngesund“, sagte der stellvertretende Chef Konzerngeschäftsführung, Stephan Leonhard. Für 2015 prognostiziert das Unternehmen ein Umsatzwachstum zwischen zwei und vier Prozent.

Im Jahr 2004 hatte Asklepios sieben Kliniken des stark überschuldeten Hamburger Landesbetriebs Krankenhäuser übernommen. Die Stadt hält weiter 25,1 Prozent an diesen Kliniken. Die vor 30 Jahren von Bernard große Broermann gegründete GmbH betreibt heute rund 150 Gesundheitseinrichtungen mit mehr als 45.000 Mitarbeiter in Deutschland. Asklepios ist nach eigenen Angaben der größte Klinikbetreiber in Familienbesitz. Alleingesellschafter ist Bernard große Broermann.