Hamburg

Erneuerbare Energien bieten Jobs für Tausende Kohlekumpel

Hamburg. Tausende Braunkohle-arbeitsplätze in Brandenburg und Sachsen könnten einer Studie zufolge bis zum Jahr 2030 durch Jobs bei erneuerbaren Energien ersetzt werden. Gestemmt werden könnte dies durch Umschulungen, wie Greenpeace am Montag in Hamburg mitteilte. Es gebe dafür ein großes Potenzial in der Lausitz. Auch wenn keine vollständige Übernahme möglich sei, könne ein großer Teil der Belegschaft in den nächsten Jahrzehnten übernommen werden, heißt es in der von der Umweltorganisation beim Institut für ökologische Wirtschaftsforschung in Auftrag gegebenen Analyse.

Derzeit arbeiten rund 8000 Menschen in der Lausitzer Braunkohle­industrie. Der schwedische Energiekonzern Vattenfall als wichtigster Betreiber will diese Sparte loswerden. Ein Käufer steht noch nicht fest. Ein Sprecher sagte am Montag: „Wir wollen nach wie vor 2015 zu einer Entscheidung kommen.“ Die Studie geht allerdings anhand früherer Berechnungen nicht davon aus, dass die heutige Jobzahl im zweitgrößten deutschen Braunkohlerevier in einigen Jahren noch so hoch sein wird wie jetzt.

Ein Grund dafür sei die zu erwartende Verringerung der Braunkohleverstromung mit Blick auf die Klimaschutzziele. Die verbliebenen rund 4000 Arbeitsplätze könnten schrittweise auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien angesiedelt werden.