Düsseldorf

Energieversorger RWE hofft auf Hilfe von arabischen Investoren

Düsseldorf. Der von der Energiewende gebeutelte Versorger RWE hofft auf Hilfe aus dem Morgenland. Der Konzern ist in Gesprächen mit einem arabischen Investor, der entweder Geld in die klamme Kasse spülen oder dem angeschlagenen Versorger aus dem Ruhrgebiet zu neuen Geschäften in der aufstrebenden Golfregion verhelfen könnte. „Wir prüfen verschiedene Möglichkeiten einer Zusammenarbeit“, erklärt RWE. Keine Form sei ausgeschlossen. Ob es dazu kommt, ist allerdings offen. Die Hoffnung auf ein Märchen aus 1001 Nacht beflügelt aber die Fantasie der Anleger.

Nach Einschätzung von Experten könnten beide Seiten profitieren. „Investoren aus dem arabischen Raum wären sicher an deutschem Know-how interessiert“, erläutert ein ranghoher Unternehmensberater, der namentlich nicht genannt werden will. Deutsches Ingenieurwissen genieße weltweit einen hervorragenden Ruf.

RWE brechen wegen des Preisverfalls bei den Stromgroßhandelspreisen die Gewinne weg. Der beschleunigte Atomausstieg und der Druck der Politik auf die Kohlekraftwerke bereiten Vorstandschef Peter Terium zusätzliche Kopfschmerzen. Den Versorger drücken Schulden von rund 31 Milliarden Euro.

( rtr )

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