Hamburger kaufen ältesten deutschen Nudelhersteller

Erfurter Teigwaren GmbH macht 40 Millionen Euro Umsatz

Hamburg. „Deutschlands erster Nudelmacher“. Mit diesem Slogan wirbt die Erfurter Teigwaren GmbH auf ihrer Internetseite. Bis ins Jahr 1793 reicht die Geschichte des Unternehmens zurück, das jetzt in neue Hände kommt. Die Hamburger Lampe Privatinvest Management ist rückwirkend zum 1. Januar beim ältesten und größten deutschen Nudelproduzenten als Mehrheitsgesellschafter eingestiegen und hat die Anteile der Familienholding Emphor erworben. „Das hervorragend positionierte Unternehmen bietet aufgrund steigender Pasta-Nachfrage in Deutschland noch erhebliches Entwicklungspotenzial“, sagte Victor Antunes, Geschäftsführer von Lampe Privatinvest. Der Kaufpreis blieb ungenannt.

Das in Erfurt ansässige Traditionsunternehmen stellt jährlich rund 50.000 Tonnen Nudeln her und bezeichnet sich selbst als die Nummer eins in der Bundesrepublik. Die Erfurter Teigwaren beschäftigen rund 100 Mitarbeiter und erzielen einen Jahresumsatz von rund 40 Millionen Euro. Der Spezialist für Handelsmarken beliefert den Lebensmittelhandel in Deutschland und im benachbarten Ausland. Im Angebot sind mehr als 100 verschiedene Nudelformen von Spaghetti über Penne bis zu Bandnudeln, die mit und ohne Ei hergestellt werden.

Geschäftsführer Gerhard Gabel, unter dessen Leitung seit 2004 die Produktionsmenge verdreifacht wurde, bleibt als Chef an Bord und steigt zudem als Minderheitsgesellschafter in das Unternehmen ein. „Der Gesellschafterhintergrund und die handelnden Personen der Lampe Privatinvest eröffnen ganz neue Entwicklungsmöglichkeiten“, sagte Gabel.

Lampe Privatinvest stellt langfristig privates Beteiligungskapital für den Mittelstand bereit und geht Mehr- oder Minderheitsbeteiligungen ein. Die Hamburger sind eine Tochter des Bankhauses Lampe, das vollständig im Besitz der Oetkers ist. Der Bielefelder Familie gehört neben dem gleichnamigen Lebensmittelkonzern die Reederei Hamburg Süd komplett.

( (woh) )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Wirtschaft