Rekordjahr für Hamburger Hafenbahn

Transportmenge steigt 2014 um sieben Prozent auf 44,4 Millionen Tonnen

Hamburg. Die Hamburger Hafenbahn hat im vergangenen Jahr so viele Güter transportiert wie noch nie. Rund 44,4 Millionen Tonnen Güter und 2,2 Millionen Standardcontainer (TEU) entsprechen einer Steigerung um jeweils sieben Prozent, teilte die Hamburg Port Authority (HPA) am Montag in der Hansestadt mit. Auch die Anzahl der Züge, die über das Gleisnetz der Hafenbahn gefahren sind, habe um 1,7 Prozent auf 58.176 zugenommen.

Damit zahlten sich jetzt die Investitionen der vergangenen Jahre in die Infrastruktur und die Optimierung von Prozessen aus, sagte Harald Kreft, Leiter der Hafenbahn bei der Hamburg Port Authority (HPA). Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) erklärte, das Rekordergebnis der Hafenbahn zeige die Leistungsfähigkeit der Hafen-Infrastruktur und dass der Senat seine Ankündigung wahr gemacht habe, im Hafen verstärkt auf die Bahn zu setzen.

Eine wichtige Rolle hat dabei die Einführung eines neuen IT-Systems gespielt, das alle Zugfahrten und Gleisbelegungen regelt, sowie Ladevorgänge von Eisenbahnen im Hafen unterstützt. Die weltweit einzigartige Software, die von Hamburgs Spezialisten für Datenauswertung Dakosy sowie von Lufthansa Systems erstellt wurde, will die Stadt bei der Welthafenkonferenz im Juni öffentlich vorstellen.

Auch das Entgeltsystem, das die Gebühren der Eisenbahnunternehmen für die Nutzung der Gleise regelt, wurde überarbeitet. Es setzt Anreize zur Senkung der Trassenpreise, wenn die Unternehmen ökologisch nachhaltiger handeln. So hat die Hafenbahn als Vorreiter in Europa eine geräuschabhängige Entgeltkomponente entwickelt. Ergebnis: Die Anzahl der Wagen, die mit geräuscharmen Bremsen ausgestattet sind, wurde im Hafenbahnnetz um 45 Prozent erhöht. Auch die Schadstoffbelastung wird mit der neuen Preistabelle bekämpft. Wer Rangierloks mit Rußfiltern im Hafen einsetzt, kann die Kosten für hafeninterne Fahrten um 20 Prozent senken.

Der weitere Ausbau der Hafenbahn benötigt aber zusätzliches Geld: „Jetzt ist es umso wichtiger, dass die Bundesregierung unsere Anmeldungen zum Bundesverkehrswegeplan ebenfalls ernst nimmt und durch Verbesserungen im Schienennetz dafür sorgt, Engstellen zu beseitigen“, sagte Horch. Vor dem Hintergrund weiter steigender Güteraufkommen bei der Bahn müssten leistungsfähige Schienenanbindungen von den Häfen als Drehscheiben internationaler Logistikströme in das Hinterland auch im Sinne des Bundes sein, so der Wirtschaftssenator.