Schöne neue Welt – alles wird mit dem Internet verbunden

Messe für Unterhaltungselektronik lockt mit skurrilen Neuerungen

Las Vegas. Intelligente Kleidung, schlaue Babyfläschchen, vernetzte Haushaltsgeräte: Die diesjährige Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas wird in dieser Woche erneut zum Mekka für Technikfans. Auf einer der weltgrößten Messen für Unterhaltungselektronik steht unter anderem das sogenannte Internet der Dinge im Fokus, das immer mehr Lebensbereiche erobert und auf der Messe anhand unterschiedlicher Produkten zu sehen ist.

Schlaue Alltagsgeräte sind seit Jahren ein Thema der Branche. „Im Mittelpunkt steht nicht mehr, was technologisch möglich ist, sondern was technologisch sinnvoll ist“, sagt Shawn DuBravac, Chefökonom des Messeorganisators Consumer Electronics Association (CEA). Auf der CES seien Erfindungen zu sehen, die zum Beispiel wie digitale „Trainer“ funktionieren und der Gesundheit auf die Sprünge helfen.

Apps, die die Schlafqualität überwachen. Ein schlaues Babyfläschchen, das die Menge der getrunkenen Milch erhebt. Intelligente Rollschuhe, deren Höchstgeschwindigkeit per Smartphone festgelegt wird. Ein kluger Blumentopf, der über Sensoren auch Wasser- und Düngebedarf einer Pflanze misst.

Schlaue Kleidungsstücke sowie Dutzende neue Computeruhren und mobiler Fitnessgeräte sind ebenfalls auf der Messe zu bestaunen. Der am Körper tragbaren Elektronik kommt laut DuBravac dabei heute mehr Bedeutung zu als jemals zuvor. Vom Smartphone rücke das Internet unter anderem ans Handgelenk. „Die Art und Weise, wie wir das Internet nutzen, wird sich ändern.“

Darüber hinaus zeigt die CES die neuesten Fernsehmodelle mit ultrahochauflösendem Display, eine Reihe von Drohnen für den privaten oder industriellen Gebrauch und Einblicke in neue Automobiltechnologie. Trotz vieler Neuerungen blickt die Industrie mit gemischten Gefühlen auf 2015. Weltweit hätten die Verbraucher 2014 nur 1024 Milliarden Dollar (853 Milliarden Euro) für Smartphones, Fernseher und Co. ausgegeben, nur ein Prozent mehr als 2013, teilten das Marktforschungsinstitut GfK mit.