Deutsche Bahn

Darum steigen die Ticketpreise zum Fahrplanwechsel nur leicht

Ab 14. Dezember gelten die neuen Fahrpläne der Bahn. Auf Fernstrecken gibt es kaum Preiserhöhungen, lediglich in der ersten Klasse müssen Reisende durchschnittlich 2,9 Prozent mehr bezahlen.

Berlin. Bahnkunden können vom nächsten Sonntag an in der ersten Klasse der ICE-Züge auf WLAN zurückgreifen. Der drahtlose Internetzugang ist eine der wichtigsten Neuerungen zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember und im Fahrpreis inbegriffen. Die übrigen Fahrgäste müssen voraussichtlich noch bis 2016 auf WLAN warten; die Deutsche Bahn will den ganzen Zug erst ausstatten, wenn die Technik auch stabil funktioniert.

Der Drahtloszugang ist eine der Neuerungen, mit der die Bahn wieder mehr Menschen in die Züge locken will, seitdem Busse ihr Marktanteile im Fernverkehr streitig machen. Deshalb gibt es in diesem Jahr auf der Fernstrecke auch kaum Preiserhöhungen. Lediglich Erste-Klasse-Fahrscheine werden durchschnittlich 2,9 Prozent teurer – jedoch ist dann auch die Reservierung inklusive.

Dagegen wird die tägliche Fahrt mit Bus und Bahn im Nahverkehr deutlich teurer. Zwar will die Deutsche Bahn dort nur um 1,9 Prozent zulegen; das betrifft aber nur einen kleinen Teil des Regionalverkehrs. Für 80 Prozent der Fahrten machen regionale Verkehrsverbünde die Preise, und die haben Erhöhungen von 2,3 Prozent (Berlin-Brandenburg) bis 3,8 Prozent (Rhein-Sieg) beschlossen. In Hamburg will der Verkehrsverbund HVV die Preise zum 1. Januar 2015 um 2,6 Prozent erhöhen.