Staatsanwaltschaft durchsucht Panzerschmiede KMW

München. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat den Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann (KMW) wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ins Visier genommen. Bereits am Donnerstag seien Geschäftsräume von KMW sowie Privatanwesen von beschuldigten Personen durchsucht worden, sagte ein Sprecher der Behörde am Wochenende. Hintergrund sei ein Ermittlungsverfahren gegen das Unternehmen. Es gehe dabei nicht nur um Steuerhinterziehung. Weshalb die Staatsanwaltschaft noch ermittelt, ließ er aber offen.

Justiz-Beamte aus Griechenland betonten unterdessen, Deutschland sei in dem Fall um Unterstützung gebeten worden. Die Razzia stehe im Zusammenhang mit dem Verkauf von Leopard-Panzern an Griechenland im Wert von 1,7 Milliarden Euro. Bei dem Deal aus dem vergangenen Jahrzehnt werde nach Beweisen für Bestechung und Geldwäsche gesucht. Das hatte zuvor bereits die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. KMW solle Beraterhonorare, die für Schmiergeldzahlungen genutzt worden seien, beim Fiskus zu Unrecht als Betriebsausgaben von der Steuer abgesetzt haben, so das Blatt. Das deutsche Unternehmen hat die Anschuldigungen zurückgewiesen.