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Weniger Metzgereien, weniger Azubis – stirbt das Fleischerhandwerk langsam aus?

24.157 stationäre Verkaufsstellen gab es 2012 im deutschen Fleischerhandwerk. Damit ist die Zahl der selbstständigen Betriebe nach Angaben des Deutschen Fleischer-Verbandes um 597 zurückgegangen. Im Durchschnitt gibt es 30 fleischerhandwerkliche Verkaufsstellen auf je 100.000 Einwohner. Am höchsten ist die Dichte mit 48 stationären Verkaufsstellen je 100.000 Einwohner in Bayern, am niedrigsten in Berlin und Hamburg. Hier gibt es sechs oder sieben Verkaufsstellen je 100.000 Einwohner.

Der Gesamtumsatz der Fleischerfachgeschäfte liegt bei 16,4 Milliarden Euro einschließlich Umsatzsteuer. 145.700 Menschen sind im Fleischerhandwerk beschäftigt. Insgesamt befanden sich laut Verband im vergangenen Jahr 10.106 junge Menschen zur Berufsausbildung in einem fleischerhandwerklichen Betrieb, zuvor waren es noch 11.399 gewesen. Während des letzten Jahrzehnts sind rund 31.000 Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse infolge von Geschäftsschließungen und dem Mangel an geeigneten Auszubildenden weggefallen.

4,882 Millionen Tonnen Fleisch wurden 2012 in Deutschland verzehrt. Das entspricht einem durchschnittlichem Pro-Kopf-Verbrauch von rund 59,5 Kilogramm – 2,1 Kilo weniger als im Vorjahr. Einbußen mussten vor allem Fleischerfachgeschäfte und SB-Warenhäuser hinnehmen. Discounter konnten ihre Marktbedeutung hingegen ausbauen.