Menschlich gesehen

Die Dom-Herrin

Sie ist die erste Frau, die für das größte Volksfest des Nordens zuständig ist. Franziska Hamann ist Hamburgs Dom-Herrin. Ab morgen drehen sich auf dem Heiligengeistfeld wieder die Karussells unter ihrer Aufsicht. Vor 18 Jahren ist die 36-Jährige von Schwerin nach Hamburg gekommen. In der Wirtschaftsbehörde startete sie ihre Karriere. „Ich war mal stellvertretende Dom-Referatsleiterin, kümmerte mich um die Themen Werbung, Design und Film“, sagt sie. Danach ging sie in die Umweltbehörde, wo sie sich mit Energiethemen befasste. 2012 holte die Stadt sie als Dom-Herrin, eine große Aufgabe, da die Schaustellerbranche derzeit wirtschaftlich leicht schwächelt.

Hamann, auch zuständig für den Hafengeburtstag, ist ein Energiebündel. „Im Bramfelder SV spiele ich Volleyball. Dort gehöre ich zu den jüngsten Frauen.“ Dass der Verein nur in der untersten Kreisklasse spielt, stört sie nicht. Neben Sport hat sie ein Faible fürs Essen. „Derzeit testen wir im Freundeskreis jede Woche mit zehn bis 15 Leuten Frühstücksrestaurants. Das macht richtig Spaß“, sagt die Frau, die direkt neben Hagenbeck wohnt. Manchmal hört sie sogar die Elefanten brüllen.

Einen Wunsch will sie sich noch erfüllen. „Ich möchte nach Island. Das satte Grün und die Geysire sind faszinierend.“ Vielleicht fliegt sie bald mit ihrem Freund Sascha, einem Ethnologen, dahin. Ihre Katze Moritz kommt dann bei Freunden unter.