Lebensversicherungen bei den Deutschen immer unbeliebter

Berlin. Immer weniger Deutsche schließen eine Lebensversicherung ab. Die Zahl der Verträge sank von 10,13 Millionen im Jahr 2002 auf rund sechs Millionen im Jahr 2012, wie aus einer am Freitag im Bundestag veröffentlichten Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Linken hervorgeht. Die Gesamtversicherungssumme allerdings stieg von knapp 220 Milliarden Euro 2002 auf 242,25 Milliarden Euro 2012.

Insgesamt gibt es in Deutschland 88,32 Millionen Lebensversicherungen. Die Versicherungssumme beträgt demnach 2,73 Billionen Euro (Stand Ende 2012). Bei der Finanzaufsichtsbehörde BaFin sind den Angaben zufolge 90 Lebensversicherungsunternehmen zugelassen; dazu kommen 19 aus dem Ausland. Aufgrund der historisch niedrigen Zinsen will die Bundesregierung die Vorschriften für Lebensversicherer ändern. Der Garantiezins für Neuverträge soll ab 2015 von 1,75 Prozent auf 1,25 Prozent gesenkt werden. Darüber hinaus soll unter bestimmten Umständen die Ausschüttung von Bewertungsreserven für festverzinsliche Wertpapiere wie etwa Staatsanleihen begrenzt werden, wenn eine Versicherung ihre Garantiezusagen an die übrigen Versicherten nicht einhalten kann.