Hamburg arbeitet enger mit Cisco Systems zusammen

| Lesedauer: 2 Minuten
Olaf Preuß

Vertrag über Stadtprojekte mit dem US-Netzwerkkonzern unterschrieben

Hamburg. Die Stadt Hamburg und der Informationstechnologiekonzern Cisco Systems aus den USA bauen ihre Kooperation aus. Im Rathaus soll heute eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet werden. Dabei geht es um Stadtentwicklungsprojekte auf der Basis von Datenerfassung und -übertragung, etwa für eine bessere Verkehrssteuerung, für Energieeinsparung in Gebäuden und Elektromobilität, aber auch einen besseren Bürgerservice und um Bildung und Fortbildung mit Informationstechnologie.

Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) hatte das Abkommen bei seiner Delegationsreise in die USA im Oktober 2013 vorbereitet, im Dezember tagte in Hamburg mit starker Beteiligung von Cisco Systems eine hochkarätige Konferenz zum Thema vernetzte Stadt. „Mit der Absichtserklärung bereiten wir unsere Stadt auf die Zukunft vor“, sagte Horch. „Die künftigen Möglichkeiten durch die Vernetzung von Menschen, Prozessen, Daten und Objekten werden nicht nur Städte und Kommunen revolutionieren, sondern auch den Bürgern mehr Komfort bieten.“

Die vernetzte Stadt soll effizienter für Bürger werden, aber auch transparenter

Ein Kernstück der Zusammenarbeit soll der Ausbau von Verkehrsleitsystemen im Hafen sein. Dabei arbeitet Hamburg bereits mit Cisco Systems zusammen. Um Staus zu reduzieren und den Lastwagenverkehr im Hafen zu verbessern, will die Hamburg Port Authority (HPA) die Parkplatzsuche für Trucker gemeinsam mit Cisco über Navigationsgeräte und Smartphones erleichtern. Diese „intelligente Stellplatzsteuerung“ kann den Hafen angesichts des wachsenden Lkw-Verkehrs in den kommenden Jahren deutlich entlasten, sagte HPA-Chef Jens Meier: „In den nächsten Jahren werden wir den Hafen zum Smart-Port weiterentwickeln, um die Effizienz und Qualität seiner Dienstleistungen weiter zu erhöhen.“

Neben der Verkehrslenkung geht es bei den geplanten Projekten mit Cisco Systems unter anderem um die bessere Steuerung von Straßenbeleuchtungen. Der Konzern testet solche Systeme bereits in anderen Städten wie etwa im südfranzösischen Nizza. Fahren viele Autos zugleich durch eine Straße, wird deren Beleuchtung gedimmt, weil die Fahrzeugscheinwerfer genügend Licht erzeugen. Ähnliche Einspareffekte mithilfe von Sensortechnik erzielt Cisco Systems bei kommunalen Modellprojekten auch dadurch, dass Fahrzeuge der Müllabfuhr gezielt nur noch volle Behälter zur Leerung ansteuern.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Wirtschaft