Regierung und Industrie beharren auf dem „Made in Germany“

Berlin. Die deutsche Wirtschaft und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) lehnen die EU-Pläne zur Verschärfung und Änderungen der Produkt-Herkunftsbezeichnung ab. „Das Europäische Parlament setzt mit einer verpflichtenden Made-in-Regel das falsche Signal. Bewährte Siegel wie ,Made in Germany‘ würden aufgegeben“, sagte Stefan Mair von der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie. Ein Sprecher des Wirtschaftsministerium sagte, Deutschland wolle das Gütesiegel „Made in Germany“ erhalten. Das Parlament hatte beschlossen, für Güter auf dem EU-Binnenmarkt mit dem „Made in“-Herkunftssiegel verpflichtend anzugeben, wo eine Ware die „letzte wesentliche und wirtschaftlich gerechtfertigte Be- oder Verarbeitung“ erhielt. Das Problem: Ein in Mexiko endmontiertes Auto eines deutschen Konzerns würde damit womöglich nicht mehr als „Made in Germany“ bezeichnet werden können.