Wechsel an Spitze der Bundesbank in Hamburg

Notenbank erwartet auch im Winter kräftiges Wachstum für Deutschland

Hamburg. Die Bundesbank in Hamburg bekommt zum Jahreswechsel einen neuen Präsidenten. Peter Griep, 55, übernimmt die Funktion von Adelheid Sailer-Schuster, die als erste Frau die Hauptverwaltung in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein leitete und insgesamt 40 Jahre bei der Bundesbank tätig war. Die mehrsprachige Juristin war unter anderem Finanzattaché der Deutschen Botschaft in Rom und im Kabinett von EU-Kommissar Mario Monti und scheidet nun altersbedingt mit 65 Jahren aus dem Amt. Der offizielle Empfang zum Stabswechsel findet am 29. Januar in Hamburg statt, teilte die Bundesbank am Montag mit.

Griep war bislang Leiter der Abteilung Grundsatzfragen operative Geld- und Währungspolitik in der Zentrale der Deutschen Bundesbank. Der studierte Volkswirt arbeitet seit 1989 für die Notenbank. Der gebürtige Mannheimer ist Vater dreier Töchter.

Unterdessen geht die Bundesbank davon aus, dass der Aufschwung der deutschen Wirtschaft auch im Winter an Fahrt gewinnen wird. „Trotz eines sehr verhaltenen Einstiegs in das Schlussquartal ist damit zu rechnen, dass die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2013/2014 kräftig expandieren wird“, heißt es im Monatsbericht der Bundesbank. Verwiesen wird auf eine anziehende Automobilproduktion, günstigere Produktions- und Exporterwartungen der Unternehmen sowie die lebhafte Binnenkonjunktur. Auch auf mittlere Sicht rechnet die Bundesbank mit einer anziehenden Konjunktur. So erwartet die Bundesbank für 2014 ein Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent, für 2015 ein Plus von 2,0 Prozent. Das wäre jeweils deutlich mehr als die für dieses Jahr prognostizierte Zuwachsrate von 0,5 Prozent.