Hamburger Flughafen erwartet Wachstum von gut vier Prozent

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Volker Mester

Emirates könnte mit dem A380 nach Fuhlsbüttel kommen

Hamburg. Im Jahr 2014 will der Flughafen Hamburg die Marke von 14 Millionen Passagieren erstmals knacken. „Wir haben den Ehrgeiz, das im nächsten Jahr zu schaffen“, sagte Flughafenchef Michael Eggenschwiler dem Luftfahrt-Presse-Club in Hamburg. Sollte sich die Wachstumsprognose der Flughafengeschäftsführung realisieren, wäre das Ziel mühelos zu erreichen: Eggenschwiler erwartet eine Zunahme der Fluggastzahl um mehr als vier Prozent.

Das Jahr 2013 dürfte allerdings mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 13,63 Millionen Passagiere abschließen. In dem zu Ende gehenden Jahr mit den für abergläubische Menschen bedeutungsvollen Endziffern gab es tatsächlich eine Häufung unglücklicher Ereignisse, die die Verkehrszahlen belasteten: Zu Jahresbeginn starke Schneefälle und die Streiks, die mehr als 120.000 Fluggäste kosteten, erst kürzlich dann der Sturm „Xaver“, der rund 30.000 potenziellen Passagieren den Flug unmöglich machte.

Allerdings gab es auch „positive Signale“ für die nächste Zeit, wie Eggenschwiler sagte: Die Billigflieger Norwegian und Vueling verstärkten ihren Hamburg-Flugplan mit etlichen Verbindungen nach Spanien, TUIfly nahm im Herbst Nonstop-Routen in die Karibik auf, und EasyJet wird im März eine Basis in der Hansestadt mit zunächst neun weiteren Strecken einrichten.

Rückgänge verzeichneten die Fuhlsbütteler im Jahr 2013 vor allem im innerdeutschen Verkehr (minus sieben Prozent); Eggenschwiler führt das auf den Wegfall von Air-Berlin-Strecken, aber auch auf die Luftfahrtsteuer zurück, die bei Inlandsreisen auf dem Hin- und Rückflug anfällt.

Dagegen waren die Zahlen für die Langstrecke nach Dubai mit einem Plus von 15 Prozent auf knapp 374.000 Passagiere sehr positiv. Derzeit bedient Emirates die Route zweimal täglich mit Jets vom Typ Boeing 777 mit rund 400 Fluggastplätzen. „Wenn man sieht, wie sich diese Strecke in den vergangenen Jahren entwickelt hat, kann man davon ausgehen, dass der Einsatz eines Airbus A380 innerhalb der nächsten zwei oder drei Jahre ein Thema sein wird“, so Eggenschwiler.

Die Langstreckenflüge nach Shanghai mit Zwischenstopp in Frankfurt hatte China Eastern allerdings im März eingestellt. Einen neuen Versuch auf den China-Routen erwartet der Flughafenchef für das nächste oder das übernächste Jahr nicht: „Wir werden Geduld brauchen.“ Neue mittelgroße Flugzeugtypen mit deutlich niedrigerem Treibstoffverbrauch wie der Airbus A350 und das Boeing-Modell 787 Dreamliner könnten aber dazu beitragen, Strecken abseits der großen Drehkreuze wirtschaftlich attraktiver zu machen.

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