Hamburger Unternehmen NGW bietet für insolvente Stralsunder Werft

Stralsund. In den Verkaufsprozess für die insolvente P+S-Werft in Stralsund kommt Bewegung. Das Hamburger Unternehmen NGW New Global Wind GmbH hat eigenen Angaben zufolge am Donnerstag ein Angebot zur Übernahme der Volkswerft abgegeben. Zur Kaufsumme und den künftigen Arbeitsplätzen machte das Unternehmen keine Angaben. Grundlage des Angebots sei das Konzept eines Innovationsparks Stralsund, der neben der Volkswerft aufgebaut werden soll. Dort sollen unter anderem Rotorblätter produziert und neuartige getriebelose Windkraftturbinen entwickelt werden.

Die P+S-Werften in Wolgast und in Stralsund hatten 2012 Insolvenz angemeldet. Der Hamburger Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann verkaufte die Peene-Werft in Wolgast zügig an die Bremer Lürssen-Gruppe. Für die Volkswerft in Stralsund verhandelte er seit der Insolvenz mit mehreren Interessenten. Von den ehemals rund 1750 Mitarbeitern der beiden Werften meldeten sich im Oktober nach dem Ende der P+S-Transfergesellschaft etwa 1000 arbeitslos. Rund 400 von ihnen haben nach Angaben der Arbeitsagentur von Donnerstag bislang wieder Arbeit gefunden. In der Stralsunder Schiffbaugesellschaft, die bis April 2014 alte Aufträge der Volkswerft abarbeitet, sind derzeit noch rund 465 Werftarbeiter beschäftigt.