Bundesinstitut warnt vor Nickel in Metallbausätzen

Berlin. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat vor einer Gefährdung von Kindern durch Nickel in Metallbausätzen gewarnt. Im schlimmsten Fall drohten den Kindern durch das allergieauslösende Schwermetall in dem Spielzeug lebenslange Einschränkungen, teilte das BfR mit. Fast alle geprüften Bausätze verstießen demnach gegen gesetzliche Grenzwerte. Bei 29 von 32 untersuchten Metallbaukästen waren die Grenzwerte für die Nickelfreisetzung aus Spielzeug überschritten. Das Institut wies darauf hin, dass die Kinder beim Bauen lange und intensiv Kontakt mit dem Metall haben. Gefährlich werde dies, falls sie eine Allergie entwickeln: Bei Allergikern löse der Kontakt mit nickelhaltigen Materialien sofort schwere, krankhafte Hautveränderungen aus. Nickel ist das Metall, das am häufigsten Allergien auslöst. Etwa zehn Prozent der Kinder sind laut dem Institut gegenüber Nickel sensibilisiert und können die krankhaften Hautveränderungen bekommen.

Das BfR untersuchte 168 Spielzeuge auf die Nickelfreisetzung. Dabei seien auch beschichtete und lackierte Metallspielzeuge berücksichtigt worden. Während bei den übrigen Spielzeugen nur in neun von 136 untersuchten Proben eine Verletzung des Grenzwerts von 0,5 Mikrogramm je Quadratzentimeter Spielzeug und Woche festgestellt wurde, war dies in 87 Prozent der Modellbausätze der Fall.