US-Notenbank hält an der Politik des billigen Geldes fest

Washington. Die US-Notenbank Fed hat den Ausstieg aus der Ära des billigen Geldes völlig überraschend wieder auf die lange Bank geschoben. Die Zentralbanker um Fed-Chef Ben Bernanke entschieden am Mittwoch, den Umfang der monatlichen Ankäufe von Staatsanleihen und Immobilien-Papieren bei 85 Milliarden Dollar zu belassen. Ökonomen hatten damit gerechnet, dass die Zentralbank diese Konjunkturhilfen auf 75 Milliarden Dollar pro Monat stutzen würde. Doch die Fed hält die Wirtschaft für noch nicht robust genug, um ohne Geldspritzen in der bisherigen Dosis auskommen zu können.

Die Aktienmärkte in New York reagierten mit deutlichen Kursgewinnen. Der Dow-Jones-Index drehte ins Plus und legte 0,8 Prozent zu. Er markierte zwischenzeitlich ein Rekordhoch bei 15.664 Punkten. Der Dollar stürzte auf den tiefsten Stand seit sieben Monaten ab. Der Euro kostete 1,3470 Dollar.

Der Offenmarkt-Ausschuss der Fed erklärte, noch auf mehr „Hinweise auf nachhaltige Fortschritte“ bei der Wirtschaftserholung warten zu wollen. Mit den Bond-Käufen drückt die Notenbank die langfristigen Zinsen für Immobilien-Papiere und Staatsanleihen. Damit werden unter anderem Hauskäufe lukrativer. Am ultraniedrigen Leitzins von null bis 0,25 Prozent will die Notenbank aber noch mindestens solange festhalten, wie die Arbeitslosenquote über 6,5 Prozent verharrt. Im August lag sie bei 7,3 Prozent.

( (rtr) )

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