Sparda-Studie: Bürger verlieren Lust am Sparen

Hamburg. Die Deutschen sind dem Sparen gegenüber skeptisch geworden. Das ergibt eine Studie der Sparda-Bank Hamburg. So gehe eine Mehrheit der Bürger davon aus, dass die Inflationsraten zukünftig deutlich ansteigen. „Es beunruhigt mich, dass 20 Prozent der Deutschen keinen Sinn mehr darin sehen, zu sparen – dies insbesondere vor dem Hintergrund der Altersvorsorgeproblematik“, sagt Heinz Wings, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Hamburg.

Zwar werden der Umfrage zufolge insbesondere Sachwerte in diesem Umfeld als attraktive Anlagemöglichkeit angesehen. Dabei würden Sachwerte zum Gebrauch jedoch „echten“ Sachwerten zur Kapitalanlage vorgezogen. Über alle Befragten hinweg würden 40 Prozent der Befragten ein Auto kaufen und 30 Prozent Elektrogeräte erwerben. „Dass die Deutschen spitz formuliert eher in einen Kühlschrank investieren, als tatsächlich Geld auf die hohe Kante zu legen, zeugt tatsächlich von tiefen Inflationsängsten“, so Wings.

Die Möglichkeit, über Aktien in Sachwerte zu investieren, werde vielfach nicht genutzt. Viele Privatanleger seien sogar der Meinung, dass es sich bei Aktien nicht um echte Sachwerte handelt. Hierin spiegele sich die deutsche Aktienkultur wider, die von der Angst vor größeren Verlusten geprägt sei. Bei Immobilienbesitzern stünden Investitionen in die eigene Immobilie, etwa eine energieeffiziente Sanierung, hoch im Kurs.