Ausländische Investoren sollen Hamburger Reedereien retten

Hamburg. Die lang anhaltende Schifffahrtskrise bringt Hamburgs Reedereien zunehmend in Bedrängnis. Aufgrund der erheblichen Überkapazitäten an Transportschiffen und nicht auskömmlicher Frachtraten bluten immer mehr Unternehmen finanziell aus. Da Schiffsfonds nicht mehr zahlungsfähig sind und Banken keine Kredite mehr geben wollen, sehen sich immer mehr Reeder – wie jetzt das Traditionsunternehmen Ahrenkiel – gezwungen, fremde Investoren in ihre Unternehmen zu holen oder Schiffe ins Ausland zu verkaufen. Der Verband Deutscher Reeder (VDR) warnt davor, dass die heimische Handelsflotte erstmals seit 22 Jahren schrumpft. Experten sehen einen Konzentrationsprozess, bei dem nur größere Reedereien übrig bleiben.