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Veganer müssen auf Zufuhr von Vitamin B12 achten

Wer ganz auf tierische Produkte verzichtet, gehe ohne ausgleichende Maßnahmen ein Risiko ein, sagt Diana Rubin, Ernährungsmedizinerin vom Bundesinstitut für Risikobewertung. Es drohe ein Mangel an Vitamin B12. Das Vitamin, unentbehrlich für die Blutbildung und das Nervensystem, ist in tierischen Produkten reichlich enthalten, aber in pflanzlicher Kost nur spurenweise, etwa in Sauerkraut und fermentierten Sojaprodukten. „Deshalb müssen Vegetarier, die auf Milch, Käse und Eier verzichten, Vitamin B12 über Nahrungsergänzungsmittel zuführen, weil es sonst zu Blutarmut und Nervenstörungen kommen kann.“

Frauen, insbesondere Schwangere, sollten zudem auf eine ausreichende Versorgung mit Eisen achten. Gute pflanzliche Quellen sind Vollkornprodukte (Brot, Nudeln), Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen) und Nüsse. Dazu sollte man keinen grünen oder schwarzen Tee trinken, weil die darin enthaltene Oxalsäure die Aufnahme von Eisen hemme. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse haben einen weiteren Vorteil: Sie enthalten viel Eiweiß – wichtig für Sportler, die einen erhöhten Eiweißbedarf haben und auf Eier und Milch verzichten.