Anlegerin geht gerichtlich gegen Sparda-Bank Hamburg vor

Hamburg. Eine Hamburgerin hat am 8. Mai 2013 beim Landgericht Klage gegen die Sparda-Bank Hamburg eingereicht. Sie werfe dem Geldhaus Falschberatung beim Erwerb des Schiffsfonds "Zweite Beteiligungsgesellschaft Reefer-Flottenfonds mbH & Co. KG" vor, wie die Hamburger Kanzlei Hahn Rechtsanwälte erst am Donnerstag mitteilte.

Nach Darstellung der Anwälte hat die Bank der Anlegerin die Zeichnung des "hochriskanten Schiffsfonds", aufgelegt von dem Hamburger Emissionshaus MPC Capital, als zur Altersvorsorge geeignet empfohlen. Der Fonds mit einer hohen Fremdkapitalquote, erheblichen Währungskursrisiken wegen Aufnahme eines Darlehens in Japanischen Yen und einem Totalverlustrisiko erfülle für eine konservative Anlegerin diesen Zweck aber nicht. An dem Schiffsfonds haben sich Anleger mit einem Kommanditkapital von 115 Millionen Euro beteiligt.

Der Fonds befinde sich aktuell in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, heißt es von der Kanzlei. Im Verkaufsprospekt sei versprochen worden sei, dass die Gesellschafter bei erwartetem Verlauf der Anlage am Ende der Laufzeit 179,43 Prozent des investierten Kapitals erhalten werden. Von den versprochenen 47 Prozent Ausschüttungen hätten die Anleger aber bis Ende 2012 entgegen der Prospektangaben bisher lediglich 7,9 Prozent erhalten. Zu dem konkreten Sachverhalt wollte sich die Sparda-Bank Hamburg in dem laufenden Verfahren nicht äußern. Generell seien Beteiligungen an dem "Reefer Flottenfonds" aber dem Kunden als unternehmerische Beteiligung vorgestellt und nicht als "sicher" angepriesen worden. Man habe den Fonds auch nicht zur Altersvorsorge empfohlen.