Ver.di befürchtet Stellenabbau bei den Basler Versicherungen

Hamburg. Die Gewerkschaft Ver.di befürchtet einen verschärften Arbeitsplatzabbau bei den Basler Versicherungen - auch in Hamburg. Das Unternehmen wolle "so schnell wie möglich" die Kosten um 40 Millionen Euro pro Jahr senken, heißt es von Ver.di: "Schon wieder stehen der Belegschaft unsichere und sorgenvolle Zeiten bevor." Angaben von der Versicherung zu konkreten Maßnahmen seien für Ende Mai oder Anfang Juni zu erwarten. Kostensenkungen in dieser Größenordnung ließen sich wohl nur über Personalabbau realisieren, sagte Hans-Jürgen Klempau, bei Ver.di in Hamburg zuständig für den Versicherungssektor.

Ursprünglich habe die Vorgabe gelautet, 20 Millionen Euro jährlich einzusparen, erklärte Klempau. "Das hätte man zu einem größeren Teil über natürliche Fluktuation erreichen können", so Klempau. "Aber so viel Potenzial, ältere Menschen vorzeitig in den Ruhestand zu schicken, gibt es in dem Unternehmen nicht mehr."

Der schweizerische Mutterkonzern Baloise hatte die Lebens- und die Sachversicherung des Deutschen Rings mit den Schwestergesellschaften der Basler Versicherungen mit Hauptsitz in Bad Homburg zusammengeführt. In Hamburg hat die Gruppe nach Angaben von Ver.di rund 1000 Beschäftigte.

Nun müsse das Deutschlandgeschäft optimiert werden, damit es weiter wachsen könne, sagte Firmensprecher Thomas Wedrich. Dazu zwinge auch das niedrige Zinsniveau, das die Lebensversicherung belaste. Wedrich bestätigte die "Zielgröße" der Kostensenkung von 40 Millionen Euro.