Warnstreik sorgt für Zugausfälle

Viele Verspätungen in Hamburg und Norddeutschland. Tarifverhandlungen gehen in neue Runde

Hamburg. Für Verspätungen an den Hamburger Bahnhöfen hat am Montag der Warnstreik bei der Deutschen Bahn gesorgt. "Etliche Züge fuhren mit Verspätungen von teilweise mehr als einer Stunde", sagte eine Bahn-Sprecherin dem Abendblatt. Bis zum späten Abend konnte die Bahn die Abweichungen vom Fahrplan allerdings weitgehend beheben. Für den heutigen Dienstag sind keine Streiks geplant, der Zugverkehr läuft wieder normal.

Bundesweit beteiligten sich nach Angaben der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) 1000 Beschäftigte an den Warnstreiks im Rahmen der Tarifverhandlungen, darunter auch viele Reinigungskräfte. Schwerpunkte waren neben Hamburg Nordrhein-Westfalen, Kiel, Frankfurt, Stuttgart, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Die Bahn nannte den Ausstand unverständlich, weil über das jüngste Angebot noch gar nicht verhandelt worden sei. Es sieht in einem ersten Schritt 2,4 Prozent mehr Geld in diesem Jahr vor und weitere 2,0 Prozent 2014 sowie eine Einmalzahlung von 400 Euro. Die EVG fordert dagegen 6,5 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten.

Die Tarifverhandlungen für die 130.000 Beschäftigte der Bahn wurden am Montagabend fortgesetzt. Am heutigen Dienstag werden die zuständigen Tarifkommissionen der EVG über das bis dahin vorliegende Ergebnis beraten. "Dann", so Regina Rusch-Ziemba von der EVG, "werden die Kolleginnen und Kollegen den aktuellen Verhandlungsstand bewerten und über die Richtung der weiteren Vorgehensweise entscheiden." Weitere Warnstreiks seien bis dahin nicht geplant.

( (dpa/mw) )

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