Autobauer bilden Allianz für Entwicklung von Brennstoffzellen

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Stuttgart/Hamburg. Daimler, Ford und Nissan treiben die Entwicklung umweltschonender Brennstoffzellen für Elektroautos künftig gemeinsam voran. Der Stuttgarter Autokonzern gab am Montag die Ausweitung seiner Zusammenarbeit mit Ford auf den japanischen Partner Nissan bekannt. Mit Nissan und seinem Großaktionär Renault ist Daimler seit 2010 durch Überkreuzbeteiligungen verbunden.

Renault könnte später zu der Brennstoffzellenallianz stoßen, deren Ziel es ist, ab 2017 gemeinsam Brennstoffzellenfahrzeuge in größerer Stückzahl auf die Straße zu bringen. Elektroautos mit dieser Technik gehört nach Meinung vieler Experten die Zukunft, da sie mit reinem Wasserstoff betankt werden und bei der Umwandlung in Strom nur Wasserdampf entweicht. Bisher gibt es kaum Tankstellen dafür.

Die Partner wollen ein gemeinsames Antriebssystem entwickeln und die Kosten dafür teilen. Durch die Verwendung gleicher Komponenten sollen die Produktionskosten sinken. Über die Produktion sei noch nicht entschieden, sagte ein Daimler-Sprecher. Denkbar sei, dass die Antriebe gemeinsam produziert werden. Auf Grundlage dieses gemeinsamen Antriebs soll jede Marke eigene Fahrzeuge entwickeln. Zunächst sollen etwa 100.000 Brennstoffzellenfahrzeuge gebaut werden. Auf jeden Partner würden damit rechnerisch gut 30.000 Einheiten entfallen. Später sollen es mehr werden.

Mit ihrer Allianz wollen die Konzerne auch Zulieferer ermutigen, in die kostspielige Technik zu investieren. Die Politik soll den Ausbau der erst spärlichen Infrastruktur fördern. Daimler arbeitet bereits seit einigen Jahren mit Ford bei Brennstoffzellen zusammen. Auch Daimlers Rivale BMW und Toyota kooperieren bei der Entwicklung von Brennstoffzellenautos. Der japanische Autobauer, der führend bei Hybridautos ist, will 2015 seine erste Limousine mit einem solchen Antrieb an den Start bringen. Daimler hat den Brennstoffzellenantrieb bereits fertig entwickelt und bietet ihn - in geringen Stückzahlen - in der kompakten B-Klasse schon an. Binnen drei Jahren sollen bundesweit 20 neue Wasserstofftankstellen errichtet werden.

( (rtr) )

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