Industriekonzern SKF baut weltweit 2500 Stellen ab

Stockholm. Vergangene Woche hat SKF noch mit der Übernahme der Maschinenbausparte von Blohm + Voss Schlagzeilen gemacht, am Montag meldete das schwedische Unternehmen einen Arbeitsplatzabbau. Der weltgrößte Kugellagerhersteller streicht wegen der Wirtschaftsflaute weltweit 2500 Stellen. Der Abbau von rund fünf Prozent der etwa 46.000 Arbeitsplätze solle dazu beitragen, die Kosten bis Ende 2015 um drei Milliarden Kronen (rund 350 Millionen Euro) zu senken, teilte der schwedische Konzern mit.

Die Nachfrage sei im vierten Quartal im Zuge der Staatsschuldenkrise weiter gesunken und werde wohl auch Anfang dieses Jahres auf niedrigem Niveau verharren. Vor allem die Schwäche auf dem europäischen Automarkt mache sich bemerkbar. Ob auch die Sparte in Deutschland von der neuen Sparrunde betroffen ist, ist noch unklar. Erst im Juni hatte SKF angekündigt, hierzulande 400 der rund 6700 Stellen zu streichen. Der nun verkündete Jobabbau soll vorwiegend über Vorruhestands- und freiwillige Abfindungsregelungen erfolgen. Zudem sollen Teile der Produktion von West- nach Osteuropa und nach Asien und Lateinamerika verlagert werden.

Am vergangenen Mittwoch wurde die Aufteilung der Hamburger Traditionswerft Blohm + Voss bekannt. Der Finanzinvestor Star Capital verkaufte die Maschinenbausparte Blohm + Voss Industries (BVI) an SKF. Die Schweden zahlen dafür 80 Millionen Euro und übernehmen die Nettoverbindlichkeiten im Wert von 18 Millionen Euro. Anzeichen für einen Abbau der 400 Stellen bei BVI gibt es nicht.