Finanzierungspronbleme

Schifffahrtskrise: Reeder fordern Regierungsgipfel

Angesichts der Finanzierungskrise wird es „allerhöchste Zeit, dass die Regierung das Thema zur Chefsache macht“, heißt es vom DIHK.

Bremen/Hamburg. Angesichts der Finanzierungskrise in der Schifffahrt verlangen Wirtschaftsverbände Überbrückungshilfen für deutsche Reedereien. „Es ist allerhöchste Zeit, dass die Regierung in Berlin das Thema der Überbrückungshilfen für die deutsche Schifffahrt zur Chefsache macht“, sagte der Vize-Präsident des Deutschen Industrie-und Handelskammertags (DIHK), Otto Lamotte, dem „Weser-Kurier“.

Lamotte, auch Vorsitzender der IHK-Nord der fünf norddeutschen Küstenländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, forderte ein Spitzengespräch der zuständigen Minister mit der Bundesregierung. Den Reedern laufe die Zeit davon. Auch der Verband Deutscher Reeder (VDR) und der Bremer Rhederverein schlossen sich Bericht zufolge der Forderung an. Die deutsche Schifffahrt ist mit rund 400 Reedereien und knapp 3800 Handelsschiffen mittelständisch geprägt.

Der Rhederverein schätzt dem Blatt zufolge, dass bundesweit rund 800 Schiffe in finanziellen Schwierigkeiten stecken. Die Boomzeiten der Schifffahrt, als Eigenkapital wegen attraktiver Renditen in Schiffsfonds gesteckt wurde, sind vorbei. Und auch neue Kredite von Schiffsbanken fließen nur spärlich.